Mittwoch, 22. November 2017 - 23:16 Uhr

BÜRGERSERVICE

Wappen der Ortsgemeinde Stahlhofen am WiesenseeIm Bereich Bürgerservice finden Sie nützliche Informationen, wie zum Beispiel den aktuellen Abfallkalender, aber auch die aktuell gültigen Satzungen der Ortsgemeinde.

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DER LIEBE NACHBAR
oder
WER DARF WAS WANN WO UND WIE LANGE?


Mit Beginn der warmen Jahreszeit finden, soweit es das Wetter zulässt, viele Aktivitäten im Freien statt. Ob Arbeiten am oder ums Haus, Gartenpartys oder andere Freizeitgestaltungen, oft ist dies mit einem gewissen Maß an Lärm verbunden, der nicht immer auf Gegenliebe der betroffenen Nachbarschaft stößt. Gerade in dieser Zeit erreichen uns verstärkt Anfragen
// ..... ob der/die das denn überhaupt darf:
Was ist erlaubt, worauf muss man achten und was ist verboten? Dazu möchten wir nachstehend informieren.


Betrieb von Rasenmähern und anderen lärmerzeugenden Geräten und Maschinen

Grundsätzlich dürfen Rasenmäher und lärmerzeugende Geräte und Maschinen (in Wohngebieten) an Werktagen von 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr benutzt werden. Motorbetriebene Rasenmäher, die nachfolgende Schalleistungspegel überschreiten, dürfen während der Mittagszeit von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr von Privatpersonen nicht betrieben werden: 

 

Schnittbreite in cm

zulässiger Schallleistungspegel in dB/1 pW

bis 50

94

50 -120

98

über 120

103

Besonders lärmintensive Gartengeräte wie Freischneider, verbrennungsmotorbetriebene Grastrimmer und -kantenschneider sowie Laubbläser und -sammler dürfen auch im gewerblichen Bereich nur werktags zwischen 9 und 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr betrieben werden. An Sonn- und Feiertagen ist die Benutzung dieser Geräte und Maschinen natürlich ganztägig verboten.

Die Gartenparty
Die Sonne scheint, schnell wird der Grill hervorgeholt, Getränke werden kalt gestellt, ein paar Freunde angerufen und schon kann die Gartenparty losgehen.
Die GartenpartyNeben Qualm und mehr oder minder angenehmen Düften, schallt heiteres
Gelächter -oft bis tief in die Nacht -in des Nachbars Schlafzimmer. Womöglich läuft auch Musik. Gegen gelegentliche Feiern -auch im Freien -ist sicher nichts einzuwenden.
Aber auch hier gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Insbesondere ist zu beachten, dass ab 22.00 Uhr bis 06.00 (Nachtruhe) grundsätzlich alle Betätigungen verboten sind, die zu einer Störung der Nachtruhe führen können. Aus diesem Grund muss spätestens ab diesem Zeitpunkt die Musik ausgestellt und der allgemeine Lärmpegel deutlich gesenkt werden. Um möglichen Ärger von vorne herein zu vermeiden, teilen Sie Ihre Nachbarn möglichst rechtzeitig die bevorstehende Feier mit oder laden ihn gleich mit ein.
Aber auch als Nachbar sollte man ruhig mal ein Auge zudrücken, wenn es beim Nachbarn mal ein bisschen später und lauter zugeht als sonst, denn jeder hat oder hatte schon mal Gäste.

Kinderlärm: Ausdruck der Freude oder Belästigung?Kinderlärm: Ausdruck der Freude oder Belästigung?
Lärmende Kinder in der Nachbarschaft werfen mitunter die Frage auf, wer Rücksicht nehmen muss: die Kinder oder die sich durch den Kinderlärm (Geschrei, Gejohle, Weinen oder Lachen) gestört fühlenden Anwohner. Wie in anderen Bereichen auch, hängt die Zulässigkeit von der Zumutbarkeit ab. Hier haben die Gerichte mittlerweile eindeutig zu Gunsten der Kinder entschieden.
Kinderlärm stellt eine notwendige Ausdrucksform und Begleiterscheinung des kindlichen Spielens dar, die nicht generell unterdrückt oder auch nur beschränkt werden kann. Er ist somit als sogenannter "sozialadäquater Lärm" grundsätzlich hinzunehmen. Alles muss aber dennoch nicht sein.
Auch Kinder müssen und können lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen. Stundenlanges schießen eines Balles gegen ein Garagentor oder gegen einen Postverteilerkasten z. B. muss nicht hingenommen werden.

Tierhaltung
Besonders häufig kommt es zu Klagen über Ruhestörungen durch bellende Hunde, krähende Hähne oder schnatternde Gänse. Die Zumutbarkeit dieses Lärms hängt von seiner Ortsüblichkeit ab. So ist in unserer ländlich geprägten Region Tierhaltung, auch in Wohngebieten, durchaus erlaubt und der von den Tieren verursachte Lärm hinzunehmen, solange er nicht ein gewisses Maß überschreitet. Nach den Bestimmungen des Landes-Immissionsschutzgesetzes sind Tiere nämlich
so zu halten, dass niemand durch den von ihnen verursachten Lärm erheblich belästigt wird.

Tierhaltung

Wann die zumutbare Grenze überschritten ist, lässt sich nicht generell sagen. Dies hängt im Einzelfall von der Intensität und der Dauer des Lärms, aber auch von den Zeiten ab, in denen der Lärm entsteht. Grundsätzlich gilt aber, dass dauerhafter Tierlärm während der gesetzlichen Ruhezeit von 22.00 bis 06.00 Uhr nicht zulässig ist und unterbunden werden muss. Dies gilt auch für den berühmten krähenden Hahn, der früh morgens um 04.00 Uhr seine Begeisterung über den neuen Tag mit der ganzen Welt teilen will. Hält dieses "Freudengeschrei" länger an, kann dem Hahn auch eine schallisolierte Behausung verordnet werden. Auch Hundegebell, das eine Dauer von 30 Minuten täglich überschreitet, muss nicht hingenommen werden.

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Gaststätte „Beim Holländer“