Dienstag, 27. Juni 2017 - 19:28 Uhr

PARTNERGEMEINDE

Partnerschaft Deutschland-UngarnInformieren Sie sich hier über unsere Partnergemeinde Zalaháshágy aus Ungarn.

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Vor fünf Jahren wurde die Partnerschaft zwischen Stahlhofen am Wiesensee und der ungarischen Gemeinde Zalaháshágy unterschrieben. Bürgermeister Günther Raspel wechselte mit seinen Gästen, dem Altbürgermeister Dr. Tibor Salamon (links) und dem jetzigen Bürgermeister Joszef Bükí (rechts,) Geschenke aus, und sie stießen auf den Partnerschaftsgeist an.

Gäste aus Zalaháshágy besuchten Freunde in Stahlhofen am Wiesensee - Schwedenfeuer entzündet

Noch gehören Partnerschaften zwischen deutschen und ungarischen Ortsgemeinden zu den Ausnahmen. Stahlhofen am Wiesensee und der ungefähr 950 Kilometer entfernte Ort Zalaháshágy, der westlich des Plattensees gelegen ist, haben dabei eine gewisse Vorbildfunktion.

STAHLHOFEN a. W. Bereits vor neun Jahren haben die Ortsgemeinden Stahlhofen am Wiesensee und das ungarische Zalaháshágy den Kontakt zueinander aufgenommen. Das geschah auf Initiative des Altbürgermeisters des ungarischen Ortes, Dr. Tibor Salamon. Offiziell wurde die Partnerschaft vor fünf Jahren begründet.

"Es ist eine herzliche Verbindung", erklärte Ortsbürgermeister Günther Raspel, und die Atmosphäre im Dorfgemeinschaftshaus in Stahlhofen ließ das auch erkennen. Nach einigen Tagen "vollen Programms" trafen sich hier am Vorabend der Abreise Gastgeber und Gäste zum Feiern. "Die Europäische Union ist zwar größer geworden, aber gleichzeitig sind wir auch enger zusammengerückt", meinte Raspel in seiner Begrüßung. "Der Funke des Partnerschaftsgeistes ist übergesprungen", sagte er, und symbolisch wurden fünf große Schwedenfeuer entzündet. "Wir sind Freunde geworden", betonte Raspel. Und der Bürgermeister von Zalaháshágy, Joszef Bükí, ergänzte: "Wir werden alles tun, um das so weiterzuführen."

Als Zeichen ihrer Verbundenheit tauschten die Ortsbürgermeister Geschenke aus. Ein ausführliches Grußwort von Staatsminister Karl Peter Bruch wurde vorgelesen und übersetzt. Partnerschaft gelinge am besten, wenn viele Ähnlichkeiten vorhanden seien, hieß es unter anderem. Tatsächlich sind Größe und ländliche Lage der beiden Partnergemeinden vergleichbar. Gerhard Loos, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, gratulierte und gab zu bedenken, dass es gerade Ungarn waren, die maßgeblich dabei mitwirkt haben, den Eisernen Vorhang zwischen Ost und West zu zerschneiden, und so eine Einigung Deutschlands und Europas ermöglichten. Er sei besonders stolz, dass Stahlhofen zu den wenigen Orten gehört, die mit Ungarn so eng in Kontakt stehen, sagte Loos.


Raspels Ansinnen, den Partnerschaftsgeist in die Welt zu tragen und "Fremde zu Freunden zu machen", ist bereits in Simmern (Unterwesterwald) verwirklicht worden. Der erste Ortsbeigeordneter Johannes Ullrich war unter den Gästen und er berichtete von der jungen Partnerschaft zwischen Simmern und Pahi (Ungarn).

Viele Eindrücke nahmen die ungarischen Gäste von ihrem Aufenthalt mit: Der Besuch bei Firma Fuhrländer hatte sie ebenso beeindruckt wie das Heimatmuseum und das Eisenbahntechnische Museum in Westerburg. Joszef Bükí und seine Familie lobten allgemein die schöne Landschaft, die Gebäude sowie "die Ordnung und Sauberkeit". Für die vielen jungen Teilnehmer war auch das Rockkonzert in Rotenhain ein Erlebnis - ausgestattet mit Stiefeln der Freiwilligen Feuerwehr von Stahlhofen, hatten sie dem Regenwetter zum Trotz dort mitgefeiert.

Für die Sprachverständigung war Krisztina Galambos unverzichtbar. Zwar lernen viele junge Leute in Ungarn Deutsch in der Schule, nur fehlt es einigen an Praxis. Und so luden Stahlhofener Gastgeber sie ein, ihre Sprachkenntnisse durch einen längeren Aufenthalt zu vervollkommnen.

Nachdem der Singkreis Stahlhofen (unter der Leitung von Helmut Weiß) mit einigen Liedern das offizielle Programm umrahmt hatte - und zu Ehren der Gäste auch einen Ungarischen Tanz von Brahms erklingen ließ - leitete Michael Wenzel mit Gitarre und Gesang auf Liedermacher-Weise den informellen Teil ein. Der Redakteur der Rhein-Zeitung war als Berichterstatter beim letzten Besuch in Ungarn mit von der Partie und hatte dort sogar einen längeren Film gedreht, der ebenfalls vorgeführt wurde.  

Tatjana Steindorf
Westerwälder Zeitung vom 25.08.2008, Seite 15.

 

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Gaststätte „Beim Holländer“