Mittwoch, 18. Oktober 2017 - 22:16 Uhr

UNSERE ORTSGEMEINDE

Wappen der Ortsgemeinde Stahlhofen am WiesenseeVerschaffen Sie sich im Bereich "Unsere Ortsgemeinde" einen Überblick über die Ortsgemeinde Stahlhofen am Wiesensee

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Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick lobt die "idealen Bedingungen" imTrainingslager.
Oh, du schöner Westerwald.
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nahe. Felder, Wälder, Wiesen, wunderbare Badeseen und viele Wanderwege: Der Westerwald liegt im Trend. Gerade wurde der Westerwald-Steig eingeweiht, der von
Herborn über 240 Kilometer bis nach Bad Hönningen führt. Auch die Krise trägt dazu bei, dass immer mehr Menschen die Schönheiten im eigenen Land entdecken. Ob im noblen Lindner-Hotel, in dem der rund 50 Mann starke Tross von 1899 Hoffenheim zum zweiten Mal logiert, oder in der heimeligen Frühstücks-Pension von Monika Schönberger in Winnen Übernachtungs-Möglichkeiten gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel.



Die Westerwälder sind findig. Auf dem Wiesensee bringt ein Floß die Gäste zur Badestelle, selbstverständlich gibt es einen Golfplatz und seit das Lindner-Hotel einen Rasenplatz anbietet, der den Vergleich mit Wembley nicht scheuen muss, weht ein Hauch von internationalem Fußball durch die 400-Seelen-Gemeinde Stahlhofen in der Nähe von Westerburg. Bei der Weltmeisterschaft vor drei Jahren machten die Tschechen Werbung für die Idylle in unverdorbener Natur, auch die Profis von Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt vergossen hier Schweiß. *Wir hatten ideale Bedingungen“, lobte Ralf Rangnick nach den fünf Tagen im Westerwald. *Es gab keine einzige Beanstandung.“ Das will beim anspruchsvollen Trainer was heißen Mister Hoffenheim ist wieder da Heinz Seyfert ist wieder da! Nach einer über halbjährigen Krankheits-Pause hat "Mister Hoffenheim" die Arbeit wieder aufgenommen. Im November musste sich der 60-jährige Betreuer und Zeugwart einer schweren Operation unterziehen. Er bekam eine künstliche Herzklappe. Weil er zu früh wieder zu werkeln begann, erlitt er im Januar einen Rückfall.

Seyfert, der auf einem Bauernhof in der Neufeldsiedlung zwischen Hoffenheim und Horrenberg aufwuchs, steht für Pflichtbewusstsein und Vereinstreue. Seit 46 Jahren ist er dabei, während seiner 28 Jahre dauernden aktiven Karriere erzielte er 227 Tore, seit zehn Jahren ist er hauptamtlicher Betreuer. Die gute Seele beim Bundesligisten. Mit Seyfert wird es in Hoffenheim auch in den nächsten Jahrzehnten weitergehen. Sohn Christian greift schon jetzt seinem Vater unter die Arme. Freundlich, aber geheim Elsa Lichtenthäler war entzückt: "Was der Jong für dünne Beinche hätt", wunderte sich die Rentnerin über den brasilianischen Neuzugang Maicosuel. Elsas Ehemann Günter staunte über "die wendigen Bürschelchen " wie die Katzen.“ Die Westerwälder ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und kiebitzten fleißig beim badischen Bundesligisten. Dabei hatte 1899 Hoffenheim das Training zur Geheimsache erklärt.

Die gewöhnlich gut informierte Westerwälder Zeitung bedauerte, dass man die Trainingszeiten leider nicht veröffentlichen dürfe, da die prominenten Gäste gebeten hätten, "in Ruhe und Abgeschiedenheit" ihrem Tagwerk nachgehen zu dürfen. Doch im Dorf funktioniert die Mundpropaganda. Zur Weiterbildung war Nico Halter gekommen. Der Oberliga-Spieler der Sportfreunde Eisbachtal fand es nachahmenswert, dass für die Koordinations-Übungen Federballschläger verwendet wurden, auf denen die Profis Tennisbälle balancieren mussten. Angetan war Halter von der angenehmen Atmosphäre auf dem Platz: "Ich dachte, bei Profis ginge es rauer zu. Ich habe mich über den sehr freundlichen Umgangston gewundert." Papa Eichner ist immer dabei Eine anstrengende Saison steht Peter Eichner bevor.

Der Vater des Hoffenheimer Neuzugangs muss jetzt zweimal ins Stadion gehen. Zu seinem Karlsruher SC und natürlich zum neuen Verein seines Sohns. Was aufgrund der unterschiedlichen Terminpläne in der ersten und zweiten Liga in den meisten Fällen auch klappen wird. Auf die Unterstützung des Papas mag Christian Eichner auf keinen Fall verzichten. "Ich weiß immer sehr genau, wo er sitzt und vor dem Spiel winke ich ihm zu. Mein Vater gibt mir Sicherheit und Selbstvertrauen. Ihm habe ich viel zu verdanken.“ Peter Eichner, der bis vor kurzem Konrektor einer Schule in Bad Rappenau war, hat Christian viele Tipps mit auf den Weg geben können. Er selbst spielte früher auch höherklassig Fußball: beim damaligen Oberligisten Offenburger FV.

Wolfgang Brück
Rhein-Neckar-Zeitung
http://www.rnz.de

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Gaststätte „Beim Holländer“